Ishikawa-Diagramm (Fishbone) Vorlage zum Ausdrucken
Mit dieser Ishikawa-Vorlage, auch Fishbone- oder Ursache-Wirkungs-Diagramm genannt, sammelst Du die möglichen Ursachen eines Problems geordnet nach Bereichen. So siehst Du mehrere Ursachen auf einen Blick, statt nur einer Spur zu folgen.
Dateiformat: PDF ![]()
Papierformat: DIN A4
Veröffentlicht: 04. Juni 2026
Ishikawa-Diagramm: Wenn ein Problem viele Ursachen hat
Manche Probleme haben nicht eine einzige Ursache, sondern mehrere, die zusammenwirken. Hier hilft das Ishikawa-Diagramm. Es zwingt Dich, systematisch verschiedene Bereiche durchzugehen, statt bei der ersten naheliegenden Erklärung stehen zu bleiben. Das Problem steht im Kopf des Fisches, die Ursachenbereiche zweigen als Gräten vom Rückgrat ab.
Features
- Vorstrukturiertes Fischgräten-Diagramm: Rückgrat, Problem-Kopf und sechs Gräten mit Schreiblinien.
- 6M als Startraster: Mensch, Methode, Maschine, Material, Messung, Umwelt, anpassbar an Dein Problem.
- Mehrere Ursachen auf einen Blick: Erfasst parallele Ursachenbereiche, nicht nur eine Kette.
- Minimalistisches Design: Klar, ablenkungsfrei, gut von Hand auszufüllen.
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Was ist das Ishikawa-Diagramm?
Das Ishikawa-Diagramm ist ein Werkzeug der Ursachenanalyse. Es ordnet die möglichen Ursachen eines Problems in Kategorien und stellt sie in Form einer Fischgräte dar: das Problem als Kopf, die Ursachenbereiche als Hauptgräten, einzelne Ursachen als Nebengräten.
Entwickelt wurde es von Kaoru Ishikawa, einem japanischen Chemieingenieur und Pionier des Qualitätsmanagements. Erstmals setzte er das Diagramm 1943 bei Kawasaki ein, in den 1960er-Jahren verbreitete es sich. In seinem Buch Guide to Quality Control beschrieb er es als eines der sieben grundlegenden Qualitätswerkzeuge. Bis heute ist es fester Bestandteil von Methoden wie Lean, Kaizen und Six Sigma.
Als Startraster dienen häufig die sechs M:
| Mensch | Wissen, Erfahrung, Belastung, Zusammenarbeit. |
| Methode | Abläufe, Vorgehen, Regeln, Prozesse. |
| Maschine | Werkzeuge, Geräte, Technik, Software. |
| Material | Eingesetzte Mittel, Qualität, Verfügbarkeit. |
| Messung | Kennzahlen, Datenerhebung, Genauigkeit. |
| Umwelt | Umfeld, Rahmenbedingungen, äussere Einflüsse. |
Die sechs M stammen aus der Produktion. Für Büro, Dienstleistung oder persönliche Themen kannst Du die Kategorien frei anpassen oder eine schlankere Variante mit vier Feldern wählen.
Praxistipp: Ein Ishikawa-Diagramm ist strukturiertes Brainstorming. Die gesammelten Punkte sind Vermutungen, keine bewiesenen Ursachen. Formuliere sie konkret statt vage, „keine feste Frist im Ablauf“ ist brauchbarer als „schlechte Planung“. Und prüfe danach mit Daten oder Beobachtung, welche Ursachen wirklich beitragen. Geht es nur um eine klare Ursachenkette, ist die 5-Why-Methode oft schneller am Ziel.
Anleitung: So nutzt Du die Ishikawa-Diagramm Vorlage optimal
Download und Druck
- Lade die Ishikawa-Diagramm Vorlage im PDF-Format kostenlos herunter.
- Drucke die Vorlage aus.
Problem in den Kopf schreiben
- Formuliere das Problem klar und konkret, mit Fakten statt Vermutungen.
- Schreib es in den Kopf des Fisches, damit alle vom selben Problem ausgehen.
Kategorien festlegen
- Nimm die sechs M als Start oder definiere eigene Kategorien, die zu Deinem Problem passen.
- Beschrifte die Gräten entsprechend.
Ursachen sammeln
- Geh die Kategorien der Reihe nach durch und frag bei jeder: Was könnte hier zum Problem beitragen?
- Geht eine Ursache tiefer, kannst Du sie mit der 5-Why-Methode weiter aufschlüsseln.
Prüfen und priorisieren
- Markiere die Ursachen, die am wahrscheinlichsten wirken.
- Bestätige sie mit Daten oder Beobachtung, bevor Du Massnahmen ableitest.
So gehst Du einem vielschichtigen Problem strukturiert auf den Grund. Lade die Ishikawa-Diagramm Vorlage jetzt kostenlos herunter und nimm sie für Deine nächste Ursachenanalyse zur Hand.
Ishikawa, 5-Why oder Eisenhower-Matrix?
- Das Ishikawa-Diagramm ist am stärksten, wenn ein Problem mehrere mögliche Ursachenbereiche hat.
- Vermutest Du eine einzige Ursachenkette, kommst Du mit der 5-Why-Methode schneller in die Tiefe. Beide lassen sich gut kombinieren.
- Geht es nicht um Ursachen, sondern um die Reihenfolge von Aufgaben, hilft die Eisenhower-Matrix.
Quellen
- Ishikawa, K. (1968). Guide to Quality Control. JUSE / Asian Productivity Organization.
- Ishikawa, K. (1985). What Is Total Quality Control? The Japanese Way (übers. von D. J. Lu). Prentice-Hall.
- American Society for Quality (ASQ): Fishbone (Ishikawa) Diagram, asq.org.

Michael ist Gründer von ProductivityHub.ch. Mit einem Hintergrund in BWL und Informatik entwickelt er minimalistische Vorlagen, die im echten Arbeitsalltag funktionieren. Seit 2024 wurden die Vorlagen über 75.000 mal heruntergeladen.


